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DOS & DON'TS









Photo courtesy of the A.L.F





Islamische Terroristen, wie jene, die im Juli dieses Jahres unschuldige Londoner auf ihrem Weg zur Arbeit in Stücke gesprengt haben, sind feige Arschlöcher.

Aber stell dir vor, es gäbe eine Gruppe von Terroristen, die noch nie einem Menschen physisches Leid zugefügt hätte. Und die allein aus einem Grund tolles, aufregendes Terroristenzeugs macht, zum Beispiel Autos in die Luft jagen—nämlich um kleine kuschelige Häschen zu retten. Wer würde da eigentlich nicht mitmachen wollen? Und stell dir jetzt noch vor, wir würden einen Artikel über ihre „Greatest Hits” bringen...

1. Im September 1983 haben die Aktivisten der A.L.F. Schäden in Höhe von umgerechnet ca. 2 Millionen Euro angerichtet, als sie das Gebäude der Park Davis Research Unit in Cambridge vollständig zerstörten. Vorgesehen war, in dieser Forschungseinrichtung ein riesiges Zentrum für Vivisektion zu unterhalten, so sollten dort etwa Computer in die Gehirne lebender Affen eingepflanzt werden. Zusätzlich zu den Gebäuden wurden sämtliche Akten vernichtet, in denen über 20 Jahre hinweg die Folter an Affen dokumentiert worden war.

2. Im Finanzjahr 1991/1992 zerstörten sie in Großbritannien mehr als 100 Kühllastwagen für den Fleischtransport, indem sie im Schutze der Nacht Sprengsätze an ihren Treibstofftanks detonieren ließen. Das bedeutete für die britische Fleischindustrie mitsamt allen versteckten Folgekosten einen finanziellen Schaden in Höhe von etwa 500 Millionen englischen Pfund. Um sicher zu gehen, dass im Zuge dieser Anschläge niemand verletzt wurde, standen die LKWs unter ständiger Beobachtung. So konnte ausgeschlossen werden, dass sich Personen in den Fahrzeugen aufhielten. Vorsorglich wurden außerdem Duftmittel zur Tierabwehr verstreut, damit auch Wild und streunende Katzen nicht zu Schaden kommen würden. Echte Helden. Es sei denn, das Fleischereifachge-schäft deines Vaters musste wegen dieser Aktion dichtmachen und deine Familie lebt jetzt auf der Straße.

3. Im Mai 1993 haben Mitglieder der A.L.F. 80 niedliche Hasen, darunter säugende Muttertiere mit ihren Jungen, vor sicherer Folter und Ermordung gerettet. Dazu hatten sie mehrfach, mit nichts als einem kleinen Ruderboot als Fluchtfahrzeug, einen Fluss überqueren müssen. Die Kaninchenzüchter gaben später zu, dass sie aufgrund der A.L.F.-Aktion den Betrieb einstellen mussten.

4. Im Dezember 1993 verschickten Angehörige der A.L.F. 13 Poster-Rollen an verschiedene Institutionen und Firmen, die mit Vivisektion zu tun hatten. In diesen Rollen befanden sich Sprengsätze und Injektionsnadeln. Die Aktivisten ließen verbreiten, dass diese Nadeln mit dem AIDS-Virus infiziert worden waren. Das war noch zu der Zeit, als sich die AIDS-Hysterie auf ihrem Höhepunkt befand. Klar, dass sich die Leute vor Angst in die Hose geschissen haben.

5. Im Juli 1994 fing die Splittergruppe Animal Rights Militia an, in England Ladenlokale von Einzelhändlern, wie der Drogeriekette Boots, in die Luft zu jagen. Solche Anschläge fanden in Oxford, Newport und auf der Isle of Wight statt. Wegen einiger dieser Aktionen ist der A.L.F.-Märtyrer Barry Horn für schuldig befunden worden. Er wurde zu 18 Jahren Haft verurteilt und ist nach einer Reihe von Hungerstreiks im Gefängnis gestorben.

ANITA CRAPPERSTEIN