Wegen der großen Nachfrage präsentieren wir unser erfolgreichstes Baby jetzt auch endlich unseren deutschen Lesern: das Glas des Grauens.
Und so läuft das Ganze: wir nehmen ein Einmachglas und tun lauter abartige Sachen rein. Dann stellen wir es vor die Hintertür unseres Büros und schauen hin und wieder, was passiert. Unglaublich wissenschaftlich. Meistens wird irgend jemandem auch wirklich richtig schlecht davon.
Für dieses neue Glas des Grauens haben wir mit einem Riesenfass koschere Gurken angefangen. Die haben wir in den Müll geworfen. Waren nicht widerlich genug. Das hier ist wirklich zum Kotzen:
1 kleines, ganzes, rohes Huhn, in kleine Teile zerfleddert
1 halber Liter fettarme Milch
5 Schorfstückchen von der mysteriösen Platzwunde auf der Wange des Redakteurs, die er sich zugezogen hat, als er letzte Woche ohnmächtig wurde
1 Mund voll Spucke vom verschnupften Büroleiter
1 Tasse Hühnerblut
1-mal richtig viel Pisse von oben erwähntem Redakteur
3 Eier, zwei aufgeschlagen und ein ganzes
Wie jeder weiß, ergeben ein Huhn und Milch zusammen in einem Einmachglas eine Bombe. Wer das nicht glaubt, sollte so ein Gefäß mal mit pollo und leche abfüllen, es fest zuschrauben, unter sein Bett stellen und warten. Das Ergebnis ist der Hammer.
Nach dem ersten Mischen sah unser Glas des Grauens nicht viel anders aus als ein Krug Milch. Die Huhn- und Ei-Segmente setzten sich in der Mitte des Glases ab. Die Pisse glich sich schön an. Die Schorfstücke schwammen an der Oberfläche, sodass sie schwer zu sehen waren, ohne den Deckel abzunehmen, was wiederum gegen die Regeln verstößt.
Eine Woche später sieht das Ganze schon ganz anders aus. Etwas (wir vermuten, der Urin) hat eine dünne Schleimschicht am oberen Glasrand gebildet. Die Hühnerteile breiten sich trübe nach oben hin aus, so wie die Landschaften auf den Covern von Yes-Alben. Wir haben einen Praktikanten gezwungen, seine Nase an eins der Löcher im Deckel zu halten und zu inhalieren, worauf er für ein paar Minuten herumgewürgt hat. Er hat aber noch nicht mal gekotzt.
Im nächsten Monat werden wir es öffnen und ein paar neue Zutaten hinzugeben. Das Ganze ist noch lange nicht abartig genug.
Bitte schickt Eure Vorschläge an info@viceland.de. Wir wollen Euch auch alle dazu ermutigen, Eure eigenen Gläser des Grauens zu machen und uns Fotos davon zu schicken.
Die VICE-Belegschaft