Porträt von Sibylle Bergemann, Archivfotos von Arno Fischer mit freundlicher Genehmigung von Oliver Fischer und der Stiftung Moritzburg

Arno Fischer war nicht nur einer der größten deutschen Fotografen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, er war auch der bedeutendste Fotografielehrer. Von 1955 bis 2011 lehrte er in Berlin, Leipzig und Dortmund einige der begabtesten Fotografen unserer Generation seine Kunst. Fischers Fotografien bringen Ort, Zeit und Sinn visuell auf den Punkt und prägen sich tief ins Gedächtnis ein. Besonders seine Fotos aus Berlin und New York sind von ihm festgehaltene Momentaufnahmen, die ihre Zeit überdauern. Als jemand, der immer lieber im Hintergrund blieb, hat er mir—und nicht nur mir—die Türen zur Welt der Fotografie geöffnet. Zudem war er ein begnadeter Geschichtenerzähler. Seit dem Tod seiner Frau, der Fotografin Sybille Bergemann, lebte er allein (mit einem Hund, acht Katzen und einer mächtigen Kuh, die er vor dem Gnadenschuss gerettet hatte) in einem wunderschönen Haus mit verwildertem Garten in Gransee. Dort besuchten wir ihn im August dieses Jahres, um mit ihm bei selbst gemachtem Apfelkuchen ein Interview über sein Leben und Werk zu führen. Wir wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es sein letztes sein würde. Arno Fischer starb am 13. September 2011. Read the rest of this entry »