
János Fakas, der Vorsteher der Roma-Gemeinde in Gyöngyöspata, nicht weit von dem Haus, in dem die Vérdérö Waffen lagerte und Paramilitärs Unterschlupf fanden.
Nach der Eskalation um Ostern lebt das Dorf wieder so wie vorher. Und doch ist nichts, wie es war.
Gyöngyöspata liegt nur eine Autostunde von Budapest entfernt. Die 2700 Einwohner des Dorfes bauen Wein an, trinken, gehen in die Kirche und vögeln.
Gyöngyöspata unterscheidet sich mit seinen heruntergekommenen, kleinen Häusern nicht im Geringsten von den anderen Dörfern, die uns auf der Fahrt durch das ländliche Ungarn begegnen. Und doch ist es durch die Ereignisse zum Symbol geworden: für die wachsenden Spannungen zwischen der ungarischen Mehrheitsbevölkerung und den Minderheiten; für den Rechtsruck, den das Land in den letzten Jahren durchgemacht hat; vor allem aber für die Unfähigkeit des ungarischen Staats und der Gesellschaft, mit ihren „Zigeunern“ umzugehen. Read the rest of this entry »