
Alle paar Monate wiederholt sich ein gewalttätiges Ritual, wie es Hollywood nicht schöner zeichnen könnte: Ein einsamer (junger) Mann zieht sich schwarz an, steckt sich ein paar Krachn in den Gürtel, atmet tief durch und stürmt dann eine Schule oder einen Kindergarten oder eine Uni oder ein Amt, oder … ja, die Liste kann man endlos fortsetzen. Jetzt erreicht uns ein Bericht über einen Herren mittleren Alters aus Bratislava, dem wohl die letzte Sicherung durchgebrannt ist und deshalb schoss er seine Nachbarn über den Haufen (und noch ein paar Leute). Über die Gründe kann man nur mutmaßen, aber wir alle haben Nachbarn und Hand auf’s Herz: Wer hatte noch nicht solche Phantasien, wenn Samstag Morgens die Bohrmaschine in die Wand hinterm Bett gedrückt wurde?
Nehmen wir diesen Zwischenfall als Anlass für eine kleine Geschichtslektion, vorgetragen aus dem kleinen Lexikon menschlicher Untiefen. Read the rest of this entry »