ZOMBIES NINJAS & HANS MOSER - INCEPTION

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Real is what you dream of it.
Wenn man mit dem Direktor des Österreichischen Filmmuseums vor verschlossenen Türen auf die Pressevorführung des wohl meist erwartetsten Filme des Jahres wartet, wirkt das schon fast zu zufällig, um nicht ein gut durchdachter Marketing-Coup zu sein. Schläfst du noch oder träumst du schon? Vom falschen Kino, also doch noch in den richtigen Traum geworfen, mit einer Minute Verspätung, aber unermesslichem Aktionspotenzial. Raum und Zeit spielen sowieso keine Rolle mehr, das ist die erste Lektion von Christopher Nolans “Inception”.
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Die Erwartungen sind groß, Kritiker und Publikum überschlagen sich. Wie lange habe ich gewartet, was kann da noch kommen? Leonardo DiCaprio träumt sein Trauma aus “Shutter Island” weiter, und macht sich selbst wohl zum größten Konkurrenten im diesjährigen Rennen um einen Oscar. Aber genug vom Plot. In “Inception” geht es schließlich ums Kino und die Erfahrung selbst: Der Titel des Films bezeichnet den Vorgang, Ideen in jemandes Kopf zu pflanzen, während dieser jemand träumt. Was kann es Schöneres geben? Und wer könnte dies wohl besser umsetzen als der Meister des Mindfucks? Christopher Nolan is the man mit dem ich gerne meine Träume teilen würde, und “shared dreaming” könnte genauso gut eine schwülstige Umschreibung für diesen Kinobesuch oder andere halluzinogene Erfahrungen sein.

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Die Ganzkörpergänsehaut stellt sich also regelmäßig ein, mein Atem stockt vor den Bildern, das und vieles mehr sei garantiert. “Inception” ist in jeder Hinsicht mind-blowing, aber dennoch alles andere als bloß verkopft, sondern kompromissloses Genrekino mit klassischem Storytelling. Je Ne Regrette Rien. (Außer vielleicht das Casting von Marion Cotillard.) Man kann sich das ganze 2,5 Stunden-Geist/Körper-Erfahrungsspektakel ungefähr so vorstellen, wie wenn “Blade Runner” auf “Eternal Sunshine of the Spotless Mind” treffen würde. Immer tiefer zieht es dich rein in diese Pappkarton-Architekturschichten von Traumlandschaften, verloren und stets auf der Suche. Und es ist diese Art von Film, die sich bei jedem Mal sehen neu und weiter erschließt. Auf ein Wiedersehen im Gartenbaukino also!

chK





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