DAS BACHELOR TOURTAGEBUCH

WienJim trug einen Kashmir Sweater und das eigentlich die ganze Zeit, als wir tourten. Grau wie das österreichische Wetter und höllisch kuschlig. Wir wollten ihn alle tragen. Zumindest, um dem Tourwahnsinn am Kickoff-Tag zu entkommen.
Alles begann im Chelsea. Dienstag Nacht, nicht viele Leute tauchten auf. Aber mehr, als wir erwartet haben. Die üblichen Verdächtigen, könnte man sagen.
Wir begannen also die Show, um die Leute für unsere schwedischen Freunde anzuheizen. Wien ist im Moment vermutlich genauso kalt wie Stockholm. Aber die Band betrat die Bühne und die Beine des Publikums glühten.
Der Beginn einer Tour ist immer schwierig, du bist noch am Frischesten und der Morgen kommt umso früher, je mehr Bier du am Abend getrunken hast. Um zwei Uhr packten wir unsere Sachen und fuhren ab nach Linz. Zwei Stunden und ein paar Fragen über den wunderbaren Kashmir Sweater später, waren wir in Linz.
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Das Café Meinfassl, unser nächster Auftrittsort, sah aus wie ein Iglu. Auch die Temperatur erinnerte an den Nordpol. Bier wärmte uns alle; bis auf Jim. Der hatte seinen Kashmir Sweater.
The Makeouts begannen die Show in Linz mit einem explosiven Set. Während Beat Beat schnell wie nie durch ihr Set shreddeten, um die Crowd im Iglu zu wärmen. Fritz, ja, nennen wir ihn Fritz, war auch da. Schien ein riiiesen Rock´n´Roll Fan zu sein und erzählte uns das immer wieder eindringlich mit seiner Radiomoderatoren-Stimme. Wir fanden den Klaus Kinsky Touch in seinen Augen am spannendsten.

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Tag drei begann mit einem köstlichen Frühstück im Café Meier. Laptop und Handies verboten. Kurz darauf fühlten wir uns wie die Rolling Stones. In München erwartete uns nämlich das beste Catering der Tour, begleitet von frischen Früchten und bayrischem Bier. Fatal.

The Makeout Bassist Patrick stieß erst hier zu uns. Sein Gepäck nicht. Da war übrigens auch der Bass drin.
Das hielt uns aber nicht davon ab, mit unseren Freunden München zu rocken. Fast das ganze Publikum endete bei uns im Backstagebereich. 50 Prozent meine ich – sieben von vierzehn! Das ist ok, glaube ich. We didn’t make out. About the Makeouts, I’m not sure….
Am nächsten Tag warteten wir bis vier. Ausgedehntes Frühstück, Blödsinn reden, Scrabble und gelegentliche Powernaps.
München Jim trug immer noch seinen Kashmir Sweater und er sah immer noch frisch aus dem Kleiderkasten geholt aus.
Das PMK in Innsbruck bot das perfekte Setting für uns. Das beste war aber, dass wir hier eine Freitag-Nacht-Show hatten. Nach ein paar Schnitzeln füllte sich der Laden und wir starteten unsere Show mit einem impulsiven Punkrock-Set. And finally, when it was the Makeouts turn, they made out! Patrick schenkte Jakob einen langen, intensiven Zungenkuss. Wir belohnten das mit lautem Applaus. Danach, das Übliche. Trinken, lauten Garage von der Platte und einen Italiener bemalen, der im Backstagebereich eingeschlafen ist. Streiten mit seiner Freundin und ich hab schließlich auch noch irgendwann dann die Bar geschmissen.
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Also den beschissensten Teil hatten wir uns für den letzten Tag aufgehoben. Die Happa Kids hatten uns einen Gig im Einbaumöbel in Wien organisiert. Da mussten wir aber erst einmal hin. Wir planten fünf bis sechs Stunden Fahrt. Nicht ganz. Wir hatten nämlich nicht mit dem Schneesturm gerechnet, der von Tirol nach Oberösterreich blies und tausende Staus verursachte. Wir fuhren mit übelsten Verkehrbedingungen. Nicht einmal der Kashmir Sweater konnte uns aufheitern. Zehneinhalb Stunden später kamen wir in Wien an. BAM. Wir spielten uns den Frust der Fahrt von der Seele. Beste Show der Tour. Der Abend erreichte den Höhepunkt unseres Fünf-Tages-Trips. Aber es heißt ja: „Wenn´s am Schönsten ist, soll man aufhören“. Oder: Wenn ein Kashmir Pullover doch einmal gereinigt werden muss.

Wr verlosen 1x ein wunderbares Bachelor Platten Paket mit den Longplayern von Beat Beat und den Makeouts sowie vier 7″ aus dem Bachelor Katalog unter allen, die uns eine Mail an win@vice.at mit dem Betreff “Nimm diese Rose” schicken.

Philipp // BEAT BEAT

und

*u*





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