Ich denke bei Prohibition immer an die Zeit, als Kuba noch das beliebteste Urlaubsziel aller trinkfesten Amerikaner war und sich das auch in dem Werbeslogan “Fly to Cuba and bath in Bacardi Rum” von Pan Am ausgedrückt hat. Und weil mein Gehirn eigentlich von bewegten Bildern beherrscht wird, kommt mir auch gleich der kleine Flachmann in den Sinn, der Marilyn Monroe aus den Strapsen fällt, während sie brüsteschüttelnd in Some Like It Hot die Nummer Running Wild performt. Sie kann ja nicht anders, und man verzeiht ihr den süßen Hang zum Alkoholismus sofort. Auch die feuchtfröhliche Saufparty in Jack Lemons Schlafkoje mit 20 Mädels vom Orchester bleibt mir unvergesslich. Oh, dieser Haufen hübscher langer Beine.
Drags und Alkoholmissbrauch ergeben offensichtlich eine gute Mischung.
Der Film spielt 1929 genau zwanzig Jahre vor seiner Zeit. Mir gefällt die Vorstellung, dass das im selben Kontext bei uns heute ein Film über den Mauerfall oder eine DÖF-Doku wäre. Irgendwie traurig. Alkohol ist zwar Thema bei Billy Wilder, aber anfangs eher Nebensache. Erst als sich dann Lemon im Vollrausch mit einer semi-paedophilen Kaulquappe verlobt, werden die Koffer gepackt. Diese Zeit muss intensiven Unterhaltungswert gehabt haben, wenn man bedenkt, dass ein verbotener Mai-Thai sicherlich doppelt so gut schmeckt. Prost! Auf Marilyns durchsichtige Cocktailkleider.
Josef Zorn
Für alle, die diese großartige Zeit vepasst haben, gibts am 16.1. 2010 einen versteckten Abend im Stil der wilden 20er Jahre.






[...] This post was mentioned on Twitter by ViceAustria, anna . anna said: Wo soll das sein? RT @ViceAustria bevor wir zur speak easy party am 16.01. gehen, schauen wir filme, http://tinyurl.com/ya9uczq [...]
[...] hat und die Partys noch viel ausgelassener waren. Dieses Gedanken machen hat in einigen Fällen besser funktioniert (vielen Dank Josef, wir finden, du machst die Sache mit dem Filmblog names Zombies, Ninjas & [...]