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Wie wir gehört haben, verstecken sie G-Anx 7"s unter ihrem Bett, Crucifix-Bootlegs im Spülbecken und die Mastertapes der ersten Bleaaaaauggh!-Compilation hinter ihrem Kleiderschrank. Sie tragen zerrissene Nausea-Shirts, wenn sie shoppen gehen, und beim gemeinschaftlichen Baden hören sie Anti-Cimex. Es kursieren auch Gerüchte, dass jede von ihnen eine Copy der Infest Slave-12" besitzt, bei der das Vinyl auf einer Seite blau und auf der anderen grün ist. Sind die männlichen Punks unter unseren Lesern bereits verliebt? Warum nicht? Vice: Also, mit was für Musik seid ihr so aufgewachsen? Vivian Slaughter: Als kleines Mädchen hörte ich Heavy Metal. Zum Beispiel Judas Priest und Metallica. Mit 14 entdeckte ich Death Metal. Als Teenager war ich dann eine Weile in der Free Jazz- und Noise-Szene. Aber so mit 20 fing ich wieder an, Old-School-Metal und UK-Hardcore zu hören. Warum habt ihr euch entschieden, eine CD mit Demos und Proberaumaufnahmen zu machen? Wann kommt wieder ein richtiges Album von euch? Vivian: Zuerst wollte Peaceville unser Gloomy Lights-Album neu veröffentlichen. Aber das ist bereits bei Gort Sucker Records aus Mexiko und bei Bestial Beast aus Finnland erschienen. Da man das Album noch kaufen kann, haben wir den Vorschlag des Labels abgelehnt. Unser nächstes Album erscheint wohl im Sommer. Wir sind gerade beim Abmischen. Wie hast du zu deiner harten Gesangsstimme gefunden? Vivian: Ich habe früher in Grindcore- und Fastpunk-Bands gesungen, von daher kam das ganz von alleine. Versucht ihr auch mit den Texten einen Hellhammer-Vibe zu schaffen? Worüber singt ihr? Vivian: Ich schreibe meine Lyrics selbst, das ist etwas sehr persönliches, meine innersten Gefühle. Eines bestimmten Hellhammer-Vibes bin ich mir nicht bewusst. Und meine Texte enthalten auch viele japanische Wörter. Risa Reaper: Ich habe nur auf Gallhammer einen Text geschrieben. Da habe ich einfach versucht, negative Gefühle auszudrücken. Aber mir geht es eigentlich mehr um Rhythmus als um Bedeutung. Es scheint, dass japanische Künstlerwie ihreine besondere Fähigkeit haben, die es nur in Japan gibt: musikalische Trends und Looks aus dem Westen aufzugreifen, neu zu interpretieren und noch weiter ins Extrem zu treiben. Ich denke Gallhammer sind auch so. Was meint ihr? Risa: Ich denke, es gibt bei Gallhammer schon spezifisch japanische Elemente. Vivian: Ich bin sowohl von Bands aus Übersee als auch von japanischen Bands, die ich hier mal gesehen habe, beeinflusst. Und ich denke Gallhammer sind einzigartig, weil wir uns nicht in einer bestimmten Szene verorten. Außerdem wurde ich katholisch erzogen. Das ist bereits ein Unterschied zu anderen japanischen Bands. RIFAT TURK Gallhammers The Dawn Of … CD/DVD ist bei Peaceville erschienen. www.myspace.com/ghammercrust |
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